GPS-Ratgeber

Alles was Sie im Jahr 2018 über GPS Tracker wissen müssen

Ein GPS-Tracker dient der Ortung von Gegenständen oder Personen. Unterschieden werden im allgemeinen Sprachgebrauch GPS-Logger von Trackern.

Während schon mit dem Wort „Tracking“ das Verfolgen einer bestimmten Route gemeint ist, soll ein GPS-Tracker jedoch nur aktuelle Positionsdaten bestimmen.

GPS-Logger hingegen zeichnen mehrere Routenabschnitte auf und legen die Strecke fest, die ein bestimmter Gegenstand oder eine bestimmte Person zurückgelegt hat.

Infografik my-gps-tracker.com
Infografik: GPS-Tracking in 4 Schritten

GPS-Tracking wird in vielen Bereichen angewendet. Beispielsweise besitzen Fitnessuhren und sogenannte „Wearebles“ modellabhängig GPS-Tracker bzw. GPS-Logger. Die aktuelle Position wird bestimmt und anhand weiterer Faktoren können Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke ermittelt werden. Mit Fitnessuhren können Sportbegeisterte ihren Trainingsstand messen. Nachfolgend wird das Prinzip des GPS-Trackings näher vorgestellt und es werden weitere Verwendungsmöglichkeiten präsentiert.

Was ist GPS?

GPS ist die Abkürzung für Global Positioning System und bezeichnet ein Globales, satellitengesteuertes Ortungssystem. GPS dient als Navigationssystem und wurde in den 70er Jahren vom US-Militär entwickelt.

GPS Satellit
GPS Satellit

Seit Anfang der 2000er-Jahre steht das System auch Zivilisten zur Verfügung und wird beispielsweise in der zivilen Luftfahrt zur Positionsbestimmung von Flugzeugen genutzt. Eine große Anzahl an Satelliten kreist um die Erde und ermöglicht eine, bis auf wenige Meter, genaue Positionsbestimmung.

Die Ortung per Satellit ist über die sogenannte Triangulation möglich. Wie diese funktioniert, wird in einem späteren Absatz erklärt. Interessant ist die dazugehörige Technik. Denn die GPS-Technik ist klein, kompakt und passt beispielsweise in ein schmales Fitnessarmband. Wozu GPS-Tracker noch eingesetzt werden, wird nachfolgend ausführlich erklärt.

Wozu werden GPS-Tracker eingesetzt?

GPS-Tracker finden nicht nur im Fitnessbereich Anwendung, sondern sind bei der Positionsbestimmung von Haustieren, zur Personenortung oder Ortung von Gegenständen sowie Fahrzeugen sinnvoll.

GPS Pin
GPS Tracker zur Ortung von Menschen, Tieren und Gegenständen

GPS-Tracker für Haustiere

GPS-Tracking für einen Hund macht Sinn, wenn sich das Tier öfter losreißt. Des Weiteren ist es angebracht, wenn die Gefahr besteht, dass das Tier nicht wiederkommt. GPS-Trackinggeräte für eine Katze sind nicht nur sinnvoll, um den Verbleib des Tieres zu bestimmen. Katzen gehen bestimmte Wege und „erschaffen“ sich ihr Revier. Das Revier wird täglich durchstreift und es ist interessant zu sehen, welche Route eine Katze verfolgt.

Mit einem geeigneten GPS-Tracker am Halsband des Tieres kann der Katzenbesitzer die Route studieren. Es gibt spezielle GPS-Geräte für Hunde und Katzen, die jedem Besitzer helfen, das geliebte Tier wiederzufinden.

Das GPS-Tracking erfolgt meist über ein Ortungsgerät im oder am Halsband des Tieres. Die Positionsbestimmungsgeräte sind speziell für Haustiere im Handel erhältlich und es wird in den Produktbeschreibungen angegeben, für welche Tiere der GPS-Tracker geeignet ist.

Des Weiteren wird erklärt, wie der GPS-Sender am Halsband befestigt wird. Die Positionsbestimmung erfolgt bei modernen GPS-Tracking-Geräten meistens per App. Das bedeutet, die Besitzerin bzw. der Besitzer des geliebten Haustieres kann den aktuellen Aufenthaltsort des Tieres per Handy oder Tablet-PC einsehen.

Hund und Katze
Ortung von Haustieren

GPS-Tracker zur Personenortung

Das Orten von Personen ist rechtlich nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis der betreffenden Person möglich. Beispielsweise wenn ein GPS-Tracking-Gerät zur eigenen Positionsbestimmung eingesetzt wird. Der Nutzer entscheidet bei einem Fitnessarmband selbst, ob er seine eigene Position bestimmt haben möchte. GPS-Tracker zur Personenortung müssen verantwortungsvoll und rechtlich korrekt eingesetzt werden.

GPS-Tracking-Geräte zur Personenortung werden beispielsweise von Senioren genutzt oder bei Kindern eingesetzt. Es gibt spezielle Geräte für Senioren, die mit einem SOS-Knopf ausgestattet sind. Das bedeutet, tritt ein Notfall ein, kann der Nutzer des GPS-Gerätes den SOS-Knopf betätigen und die Position des Nutzers wird bestimmt. Der Nutzer kann so in einer Notsituation Hilfe erhalten, ohne einen Notdienst selbst anrufen zu müssen.

Je nach Notfall ist ein Druck auf den SOS-Knopf eher möglich, als ein Telefonat. Viele der Geräte mit SOS-Funktion arbeiten so, dass eine festgelegte Kontaktperson einen Anruf erhält, sobald die Notfalltaste gedrückt wird. In Abhängigkeit vom Modell können auch mehrere Personen kontaktiert werden. Sinnvoll ist ein Gerät für Senioren, wenn diese beispielsweise unter Demenz leiden oder eine körperliche Erkrankung aufweisen, bei der schnell ein Notfall auftreten kann.

Ob der Einsatz von GPS-Trackern bei Kindern sinnvoll ist, hängt von der Alltagssituation ab. Es gibt Geräte, die keine Totalüberwachung darstellen, sondern nur im Notfall genutzt werden. Beispielsweise, wenn das Kind nach der Schule nicht nach Hause gekommen ist. Eine andere Notfallsituation könnte auftreten, falls sich das Kind verläuft oder der Erziehungsberechtigte das Kind aus den Augen verliert.

Die GPS-Tracker für Kinder sind modellabhängig so konstruiert, dass der Erziehungsberechtigte eine SMS an GPS-Sender bzw. Sendersoftware schickt und kurze Zeit später bereits die Position übermittelt bekommt. Des Weiteren kann es auch bei Kindern sinnvoll sein, ein Gerät mit SOS-Funktion zu verwenden. GPS-Tracker zur Personenortung sind meist nur für einen eintretenden Notfall konstruiert und sollten nicht zur dauerhaften Überwachung einer Person eingesetzt werden.

Vor dem Kauf bzw. dem Einsatz eines Personenortungsgerätes muss unbedingt die rechtliche Lage geprüft werden.

Person
Ortung von Personen wie z.B. Kindern oder Senioren

GPS-Tracker zur Ortung von Gegenständen und Fahrzeugen

GPS-Tracking ist auch für Gegenstände und Fahrzeuge interessant. So werden eigens für das Auto spezielle GPS-Tracker angeboten. Diese kommen meist in besonders teuren Automodellen zum Einsatz. Sinnvoll ist ein GPS-Tracker für das Auto auch dann, wenn das Fahrzeug in einer unsicheren Gegend geparkt werden muss. Wurde das Auto tatsächlich gestohlen, kann meist über eine Website die aktuelle Autoposition abgerufen werden.

Die Polizei erhält durch GPS-Tracker nützliche Hinweise, wo nach dem Autodieb gesucht werden muss. Es ist wichtig, dass der Fahrzeughalter bei Fahrzeugdiebstahl die Polizei ruft. Es darf auf keinen Fall etwas im Alleingang unternommen werden. Das ist gefährlich und kann zudem strafbar sein.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten für GPS-Tracking-Geräte sind beispielsweise das Orten von Fahrrädern, Handys, Laptops, Tablet-PCs oder anderen Wertgegenständen. So werden GPS-Tracker auch in Gepäckstücken, Containern, Modellflugzeugen und bei Baumaschinen eingesetzt. Auch Baumaschinen und Fahrräder werden häufig gestohlen und können mittels einer Positionsbestimmung lokalisiert werden.

Modellflugzeuge können von der anvisierten Flugroute abkommen und über einen GPS-Tracker wiedergefunden werden. In Handys muss die GPS-Ortung angeschaltet sein.

Des Weiteren bieten diverse Handyhersteller Suchfunktionen für das Handy an, welche eine GPS-Ortung beinhalten. Dazu gehört beispielsweise die Funktion „mein iPhone suchen“ von Apple. Ist die Funktion aktiviert, kann der Handybesitzer über die iCloud bzw. über seinen Apple-Account die Position des iPhones bestimmen. Ähnliche Konzepte werden auch bei anderen Apps bzw. Handyherstellern verfolgt.

Wer sich nicht sicher ist, welchen Diebstahlschutz sein Handy integriert hat bzw. welchen Schutz der Handyhersteller empfiehlt, kann sich direkt an den Support des Herstellers wenden. Es gibt zudem Schutzfunktionen und GPS-Ortungsmodelle für Laptops und Tablet-PCs. Neben den genannten Anwendungsmöglichkeiten für einen GPS-Tracker gibt es noch viele weitere Gegenstände, für die ein GPS-Tracking-Gerät infrage kommt.

Tracking von Fahrzeugen
GPS-Tracking für das Auto

Wie funktioniert das GPS-Tracking?

Die Ortung eines GPS-Gerätes wird durch Satelliten in der Erdumlaufbahn ermöglicht. Mehrere Navigationssatelliten umkreisen die Erde und erlauben die Triangulierung der Positionsdaten.

Zunächst erfolgt die Ortung des Trackinggerätes. Dann werden die Koordinaten an einen Server gesendet und die Positionsdaten werden verarbeitet. Zum Schluss werden die Daten an ein Empfangsgerät wie beispielsweise ein Handy oder einen Tablet-PC gesendet. Durch die Methode der Triangulation und durch die Satelliten im All wird eine Positionsgenauigkeit von wenigen Metern (ca. 3 Meter) erzielt.

GPS-Tracking in 4-Schritten leicht erklärt:

  1. Ortung des GPS-Trackers via Satellit
  2. Übermittlung der Koordinaten an einen Server
  3. Datenverarbeitung
  4. Senden der Daten an ein Empfangsgerät
GPS Navigation
GPS Positionsbestimmung auf dem Smartphone

Wie ist ein GPS-Gerät aufgebaut?

Ein GPS-Tracker ist aus einem GPS-Modul und einem GSM-Modem zusammengesetzt. Des Weiteren steuert ein Mikroprozessor im GPS-Tracker die Gerätefunktion. Mithilfe des Moduls erfolgt die Datentriangulation und das GSM-Modem im GPS-Sender gibt die Positionsdaten an ein Empfangsgerät weiter.

Was ist mit GSM-Ortung gemeint?

Ein Gerät, das eine GSM-Ortungsfunktion besitzt, bestimmt die aktuelle Position über das Mobilfunknetz. Ein Mobilfunkanbieter bzw. ein Netzbetreiber kann anhand der „Anmeldung“ in bestimmten Funkzellen die ungefähre Position des GSM-Gerätes bestimmen. Die GSM-Ortung ist im Gegensatz zur GPS-Ortung sehr ungenau.

Per GPS kann die Position bis auf wenige Meter genau bestimmt werden, während die Einwahl in Funkzellen nicht unbedingt die tatsächliche Position wiedergeben muss. Einige Geräte verwenden GSM- und GPS-Ortung. Sind beide Funktionen vorhanden und werden zur Ortung genutzt, wird die Systemkombination als Location Based Services, kurz LBS, bezeichnet. Geräte, die nur per GSM-Ortung die Position bestimmen können, sind in der Regel preisgünstiger als GPS-Tracker.

Unterschied zwischen GPS-Trackern und GPS-Loggern

Das Wort „Tracking“ beschreibt das Aufspüren von etwas. Im Falle eines GPS-Trackers bedeutet das, dass die Position des Senders bestimmt wird. Es gibt auch Geräte, die nicht nur die aktuelle Position ermitteln, sondern Positionsdaten in bestimmten Intervallen erheben.

Die Daten werden über einen definierten Zeitraum gespeichert und es kann ein Bewegungsprofil erstellt werden. Geräte, die ein Bewegungsprofil erstellen, werden als GPS-Logger bezeichnet. Das Bewegungsprofil kann beispielsweise auf einer Karte angezeigt werden und der Nutzer kann die zurückgelegte Strecke sehen.

Viele Fitnessarmbänder und Fitnessuhren können Bewegungsprofile aufzeichnen und sind daher eher GPS-Logger als GPS-Tracker. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch auch GPS-Logger als GPS-Tracker bezeichnet, und zudem als GPS-Tracking-Geräte verkauft.

Entstehen Zusatzkosten?

Ob Zusatzkosten entstehen, hängt entscheidend von GPS-Tracker sowie Mobilfunkanbieter ab. Fitnessarmbänder senden die Positionsdaten meist nicht per GSM-Modul. Einige Geräte zeigen relevante Fitnessdaten direkt im Display des Armbandes an.

Des Weiteren können die Geräte per WLAN mit den Servern bzw. Programmen der Gerätehersteller verbunden werden. Das bedeutet, die in Uhr bzw. Armband gespeicherten Daten werden mit dem Internet „synchronisiert“. Der Nutzer kann dann das Bewegungsprofil per Handy oder Tablet-PC abrufen und bekommt qualifizierte Daten geliefert. Bei dieser Variante entstehen in der Regel keine Zusatzkosten. Das hängt natürlich von den abgeschlossenen DSL- oder Kabelverträgen des Nutzers ab.

GPS-Tracker und GPS-Logger, die von unterwegs die Position an einen entfernten Nutzer weitergeben sollen, funktionieren per SIM-Karte. Das bedeutet, der Sender wird per SMS angeschrieben und gibt die aktuelle Position ebenfalls per SMS weiter.

GPS-Logger senden die Positionsdaten in bestimmten Intervallen und benutzen ebenfalls SMS bzw. Mobilfunkfrequenzen. Für die Nutzung von GPS-Loggern sind Datenvolumenverträge empfehlenswert. GPS-Tracker kommen mit einzelnen SMS aus. Einige GPS-Sender werden ab Werk mit einer SIM-Karte geliefert. Auch für einen GPS-Logger ist eine SIM-Karte notwendig.

Zusatzkosten
Datenvolumen kann Zusatzkosten verursachen

GPS-Tracker – Fazit

GPS-Tracker sind nützliche Geräte, die eine genaue Positionsbestimmung ermöglichen. Mithilfe eines Tracking-Gerätes kann eine Person, ein Tier oder ein Gegenstand geortet werden.

GPS-Tracking-Geräte werden zur Positionsbestimmung von Haustieren oder Autos im Handel angeboten. Des Weiteren gibt es spezielle GPS-Ortungsgeräte, die mit SOS-Tasten ausgestattet sind. Diese dienen ihn Notfallsituationen der Ortung von Personen.

Es können beispielsweise Kinder oder Senioren geortet werden, sobald diese auf den Notfallknopf drücken.

Das GPS-System wurde vom US-Militär entwickelt und erlaubt über die Ortung per Satelliten, eine bis auf wenige Meter genaue Positionsbestimmung.

GPS-Tracker und GPS-Logger, die über das Mobilfunknetz Daten per SMS empfangen und senden, werden meist mit SIM-Karten ausgestattet. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen.